| Mit diesem Workshop wird begonnen, die ersten 20 Jahre der Marx-Engels-Forschung und -Edition in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR zu untersuchen. Die Analysen, Studien und Dokumente sollen in einem weiteren Sonderband der Beiträge zur Marx-Engels-Forschung. Neue Folge veröffentlicht werden. Schwerpunkt wird dabei die Editionsgeschichte der Marx-Engels-Werke, insbesondere die Herausgabe der "blauen Bände" der MEW von 1956 bis 1968 in 39 Bänden (43 Büchern), sein. Anhand von Redaktionsunterlagen und Arbeitsberichten soll detailliert nachvollzogen werden, wie sich die Edition im Laufe der Jahre schrittweise aus der "Umklammerung" (Übernahme der zweiten russischen Werkausgabe) lösen und sich auf eigenständige Forschungsarbeiten stützen konnte. |
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Um die MEW-Geschichte umfassend zu erklären, muss die Geschichte der sowjetischen Marx-Engels-Forschung und -Edition, auf denen die ersten deutschen Ausgaben der Schriften von Marx und Engels nach 1945 beruhten, einbezogen werden, ebenso die Untersuchung des "brüderlichen Verhältnisses" zwischen den Moskauer und Berliner Editoren, dass aus einer anfänglichen Bevormundung (vor allem seitens des ZK der KPdSU) sich erst über Jahrzehnte zu einer gleichberechtigten Zusammenarbeit entwickelte.
Die Herausgabe der MEW lag zwischen zwei Höhepunkten der politisch-ideologischen Arbeit der SED, dem Karl-Marx-Jahr 1953 und dem 150. Geburtstag von Marx 1968. Es wird darzustellen sein, wie sich in diesen Ereignisse die Ergebnisse der Marx-Engels-Forschung der DDR, aber auch der UdSSR widerspiegelten.
Wie in den vorangegangenen Sonderbänden sollen Lebensläufe und -leistungen der Editoren dargestellt werden, hier besonders die der ersten Generation von Editoren in der DDR, wie Ludwig Arnold, Bernhard Dohm, Bruno Kaiser, Horst Merbach, Bruno Retzlaff-Kresse, Walter Schulz und Ruth Stolz. |
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